Wintersonnenwende

21.12.2020

Heute ist nicht nur der kürzeste Tag des Jahres und mein Geburtstag, sondern auch die Wintersonnenwende. Als Kind war es immer gemein, nicht im coolen Sommer zu feiern und später immer nur das große und das kleine Geschenk zu bekommen. Aber die Zeiten ändern sich, ich bin nicht mehr 12 und weiß es heute sehr zu schätzen, an einem so besonderen Tag feiern zu dürfen. Dieses Jahr befasse ich mich mit den Mythen und Bräuchen rund um die Rauhnächte und der 21.12. ist der Beginn der neuen Ära.

In unserem Kulturkreis heißt es so wunderschön: "Aus der Dunkelheit wird das Licht neu geboren." Und die germanische Mythologie schreibt über die Mōdraniht (Mütter-Nacht) das es die Nacht ist, in der das Schöpferische gefeiert wird. Das Weibliche und das Gebärende wurde verehrt: Mutter-Erde. Lange vor Christus und dem Weihnachtsfest, wie wir es in den kommenden Tagen feiern werden.

Ich habe das Gefühl, Jahreskreisfeste und die Zyklen der Natur haben die letzten Jahre nicht viel Raum eingenommen - zu mindestens in meinem Umfeld. Es ist schön zu sehen, wie diese Feste wieder sichtbar werden. Aber durch den neuen Trend der Achtsamkeit haben auch diese wieder einen neuen Platz gefunden. Zurück zur Natur und uns selbst - verbunden. Ich finde, das ist ein schöner Weg. Ich glaube auch, die kommende Zeit und diese Rauhnächte werden für viele wieder an Bedeutung gewinnen - für viele, die Ruhe suchen. Ich traue mich dieses Jahr, mich zu verbinden und die Magie zuzulassen.

Heute habe ich nach den ersten Zeichen gesucht und meinen Tag ohne Handy am Eibsee genossen. Bayern ist ja eigentlich zu jeder Jahreszeit ein magischer Ort.


Artikel von fräulein solowerk

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Grüße aus Bayern